{"id":40,"date":"2011-12-18T20:53:31","date_gmt":"2011-12-18T20:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/holzhausderzukunft.info\/?page_id=40"},"modified":"2012-02-16T13:47:56","modified_gmt":"2012-02-16T13:47:56","slug":"das-buch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/holzhausderzukunft.info\/?page_id=40","title":{"rendered":"Das Buch"},"content":{"rendered":"<p>Das Buch \u00bbDas Holzhaus der Zukunft\u00ab umfasst drei Teile:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/holzhausderzukunft.info\/?page_id=22\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-143 alignright\" title=\"Mosimann_Holzhaus_UG.indd\" src=\"http:\/\/holzhausderzukunft.info\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Mosimann-Lettau_Cover.jpg\" alt=\"Holzhaus_Cover\" width=\"253\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/holzhausderzukunft.info\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Mosimann-Lettau_Cover.jpg 781w, https:\/\/holzhausderzukunft.info\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Mosimann-Lettau_Cover-198x300.jpg 198w, https:\/\/holzhausderzukunft.info\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Mosimann-Lettau_Cover-677x1024.jpg 677w\" sizes=\"auto, (max-width: 253px) 100vw, 253px\" \/><\/a>I. \u00bbDie Reise zum Haus\u00ab:<\/strong> Gewisserma\u00dfen der Reisef\u00fchrer durch die Untiefen des Bauens: Den Verstrickungen im Statusdenken, der Flucht ins Nebens\u00e4chliche. Das Buch beleuchtet wichtige \u00bbweichen Faktoren\u00ab des Bauens, liefert so das Fundament f\u00fcr die Kl\u00e4rung entscheidender Grundsatzfragen \u2013 und das deutlich vor dem ersten Spatenstich. Hinterfragt wird das g\u00e4ngige Beziehungsmuster zwischen Bauwilligen und Architekten, das h\u00e4ufig mitverantwortlich daf\u00fcr ist, dass das \u00f6kologisch Sinnvolle nicht gebaut wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>II. \u00bbBalken und Bretter. Arbeit und Atem\u00ab:<\/strong> Im seinem fachlichen Teil kl\u00e4rt das Buch den Zusammenhang zwischen \u00d6konomie und \u00d6kologie, f\u00fchrt allgemeinverst\u00e4ndlich ins gewichtige Thema \u00bbGraue Energie\u00ab ein, beantwortet die Frage, unter welchen Voraussetzungen der Baustoff Holz ein wichtiger Beitrag zum \u00f6kologischen Hausbau sein kann, wagt eine sehr kritische W\u00fcrdigung des Minergie-Standards \u2013 und skizziert die ersten, neuen Schl\u00fcsselbegriffe im k\u00fcnftigen \u00bbW\u00f6rterbuch des Bauens\u00ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>III. \u00bbAuf Hausbesuch\u00ab:<\/strong> Die Autoren lassen sechzehn Familien ihre Hausbiografie schildern, leuchten die H\u00f6hen und Tiefen auf deren Weg zum eigenen Zuhause aus. Die Portraitierten teilen dabei mit den Lesenden ganz Entscheidendes: Die \u00dcberlegungen und Erfahrungen aus ihrer eigenen Hausbaugeschichte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbDas Holzhaus der Zukunft\u00ab schildert viele der komplexen Zusammenh\u00e4nge in der modernen Welt des Bauens in allgemeinverst\u00e4ndlicher Sprache und macht sie so begreifbar. Es grenzt sicht damit ab von abgehobenen, zahlenlastigen Fachpublikationen. <a title=\"Zur Buchbestellung\" href=\"http:\/\/www.rotpunktverlag.ch\/cgibib\/germinal_shop.exe\/showtemplate\">Zur Buchbestellung<\/a>. Und: <a title=\"Book2look\" href=\"http:\/\/book2look.com\/vbook.aspx?id=9783858694829&amp;shoplinkNumbers=none\">Bl\u00e4ttern im Inhaltsverzeichnis.<\/a><\/p>\n<h3>Ein Buch &#8211; und sein politisches Umfeld<\/h3>\n<p>\u00dcber die Energiezukunft wird auch auf der Baustelle entschieden. Deshalb will das Buch \u00bbDas Holzhaus der Zukunft\u00ab unter anderem f\u00fcr eine der grossen Fragen der Zukunft sensibilisieren: f\u00fcr die Frage, welchen Beitrag das Baugewerbe zur Energiewende leisten muss. Dazu gilt es zun\u00e4chst, sich mit den Gr\u00f6\u00dfenordnungen vertraut zu machen. In der Schweiz werden j\u00e4hrlich rund 40\u00a0000 Wohnungen gebaut und 50 Milliarden Franken in die \u00bbgebaute Schweiz\u00ab investiert. Das ist zun\u00e4chst ein beeindruckender monet\u00e4rer Betrag. Aber er steht zugleich f\u00fcr eine gigantische Menge an Energie, die auf helvetischen Baustellen verbaut wird. Die Sensibilit\u00e4t f\u00fcr den Zusammenhang zwischen Baut\u00e4tigkeit und Energiefragen war bislang aber&#8230; <a href=\"http:\/\/holzhausderzukunft.info\/?page_id=40&amp;page=2\"><em>Weiterlesen auf Seite 2<\/em><\/a><!--nextpage--><em>Fortsetzung von Seite 1<\/em><br \/>\n&#8230;sehr einseitig. Es geh\u00f6rt zu den anerkannten Tugenden, H\u00e4user zu bauen, deren Energie<em>verbrauch<\/em> klein ist: Gut ged\u00e4mmt, sparsam zu beheizen. Das viel gr\u00f6\u00dfere energiepolitische Thema ist kaum im Fokus: Bauen ist unter anderem wegen steigender \u00f6kologischer Anspr\u00fcche materialintensiver geworden und so liegt die Menge an <em>verbauter <\/em>Energie \u2013 so\u00ad ge\u00adnannter \u00abgrauer Energie\u00bb \u2013 gerade bei den als vorbildlich geltenden Bauten oft h\u00f6her, als der Energieverbrauch f\u00fcr den Betrieb des Geb\u00e4udes <em>w\u00e4hrend seiner ganzen Lebensdauer<\/em>. Vergleicht man zus\u00e4tzlich die Treibhausgasemissionen eines Geb\u00e4udes, ist es sogar in den meisten F\u00e4llen so, dass zur Erstellung eines Geb\u00e4udes viel mehr Emissionen anfallen als sp\u00e4ter im Betrieb.<\/p>\n<p>Die davon abzuleitende These: Soll ein wirkungsvoller Beitrag zur Energiewende geleistet werden, ist die weitere Senkung der bereits tiefen Betriebsenergie (tiefer Energieverbrauch f\u00fcrs Heizen) nicht falsch, aber wirklich wirksam ist nur die dramatische Senkung der <em>Erstellungs<\/em>energie. W\u00fcrden Gesellschaft und Politik dies wollen, m\u00fcsste m\u00f6glichst rasch die Einf\u00fchrung einer Energieetikette f\u00fcr einzelne Baustoffe erfolgen, denn die f\u00fcr die Herstellung von Baustoffen ben\u00f6tigte Energiemenge ist extrem unterschiedlich. Ein Beispiel: F\u00fcr die Herstellung eines Quadratmeters W\u00e4rmed\u00e4mmung aus Polystyrol wird gut zehnmal mehr an nicht erneuerbarer Energie verbraucht, als f\u00fcr die Herstellung einer gleich gro\u00dfen und gleich dicken D\u00e4mmung aus Zellulose.<\/p>\n<p>So entscheidend es ist, als Beitrag zur Energiewende das Ma\u00df an verbauter Energie zu senken, so dezidiert vertreten die Autoren von \u00bbDas Holzhaus der Zukunft\u00ab eine Hausbauphilosophie, die weit \u00fcber die rein energetische Betrachtung hinaus geht: Sie belegen am praktischen Beispiel, dass die dramatische Reduktion an verbauter Energie keinen Komfortverlust bedeutet, sondern ganz im Gegenteil mit einem Sinnlichkeitsgewinn einher geht. Dies deshalb, weil f\u00fcr eine g\u00fcnstige Gesamtenergiebilanz der Einsatz nat\u00fcrlicher Materialien erforderlich ist und diese nat\u00fcrlichen Materialien nachweislich zu einem angenehmen, gesunden Wohnklima f\u00fchren.<\/p>\n<p>Radikal umgesetzt f\u00fchrt dies zu hochwertig ged\u00e4mmten H\u00e4usern, die mit einem absoluten Minimum an (energieaufwendiger) Haustechnik auskommen, weil die Qualit\u00e4t von Wohnlichkeit und Wohnklima weitgehend durch die Wahl der richtigen Materialien sichergestellt wird: Die winddichten, aber dampfdiffusionsoffenen Au\u00dfenw\u00e4nde aus hygroskopischen Materialien (Holz, Zellulosefaser, Schl\u00e4mmputze) k\u00f6nnen Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder an die Raumluft abgeben. Ein als besonders gesund geltendes Raumklima mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von rund 55 Prozent ist das dauerhafte Ergebnis \u2013 und dies eben ohne die Zuhilfenahme zus\u00e4tzlicher Energie. Zugespitzt formuliert: Das Haus ist seine eigene Klimaanlage.<\/p>\n<p>Damit kollidiert das von Mosimann\/Lettau skizzierte, aber auch real existierende \u00bbHolzhaus der Zukunft\u00ab zwangsl\u00e4ufig mit Hightech-Modellen, welche die Wohnlichkeit gut ged\u00e4mmter Bauten \u00fcber die Zuhilfenahme zus\u00e4tzlicher Haustechnik erzeugen wollen. Den prominentesten Vertreter dieses Ansatzes, das <a href=\"http:\/\/www.minergie.ch\/\" target=\"_blank\">Minergie<\/a>-Label, lassen die Autoren zwar als wegbereitend gelten. Sie erachten den Ansatz aber als gefangen in seinen eigenen technischen Vorgaben: Ein einzelner technologischer Ansatz werde immer mehr als Synonym f\u00fcrs Energiesparen verstanden, obwohl er angesichts der umfang\u00adreichen Haustechnik den Anteil an verbauter Energie in die H\u00f6he treibe.<\/p>\n<p>Solche Einsch\u00e4tzungen galten bis vor kurzem als politisch unkorrekt. Die Sichtweise, dass die Energiewende keine Vorgaben \u2013 kein <em>Vorschreiben<\/em> \u2013 von bestimmten, technischen L\u00f6sungsans\u00e4tzen ertr\u00e4gt, setzt sich auch in der Fachwelt zunehmend durch. So erkl\u00e4rte der Berner <a title=\"Stadtbaumeister Mark Werren\" href=\"http:\/\/www.derbund.ch\/bern\/stadt\/Der-Trend-zurueck-in-die-Stadt-wird-staerker\/story\/23564763\" target=\"_blank\">Stadtbaumeister Mark Werren<\/a> j\u00fcngst: \u00bbSchreiben wir heute Minergie bei allen \u00dcberbauungsordnungen fest, haben wir in ein paar Jahren vielleicht ein Problem, weil es alternative oder bessere L\u00f6sungen gibt.\u00ab<\/p>\n<p>Ein wichtiger Beitrag zum \u00bbUmbauen des Bauens\u00ab d\u00fcrfte schlie\u00dflich der neue \u00bb<a title=\"SIA\" href=\"http:\/\/www.sia.ch\/\" target=\"_blank\">SIA<\/a>-Effizienzpfad Energie\u00ab sein. Mit diesem neuen Normenwerk fordert der SIA dazu auf, den Geb\u00e4udepark konsequent auf ein nachhaltiges Fundament zu stellen und mit der Ressource Energie intelligent umzugehen. S\u00e4mtliche Bauwerke sollen so erneuert oder neu erstellt werden, dass dabei der Verbrauch an fossiler Energie und Emissionen von Treibhausgasen minimiert werden. Damit soll letztlich eine Baukultur geschaffen werden, die mit den Zielen der <a title=\"2000-Watt-Gesellschaft\" href=\"http:\/\/www.novatlantis.ch\/2000watt.html\" target=\"_blank\">2000-Watt-Gesellschaft<\/a> vereinbar ist.<\/p>\n<p>Die Autoren von \u00bbDas Holzhaus der Zukunft\u00ab machen freilich deutlich, dass die bauliche Energiewende nicht allein eine Frage der Materialwahl ist und nicht blo\u00df vom intelligenten Energieeinsatz abh\u00e4ngt. Sie pl\u00e4dieren f\u00fcr grunds\u00e4tzlich neue Beziehungsmuster zwischen Bauwilligen und Architekten sowie zwischen Bauwilligen und den ausf\u00fchrenden Unternehmern \u2013 f\u00fcr ein Bauen, das sich weniger in den Folgen des Statusdenkens verliert, f\u00fcr ein Bauen mit \u00bbmenschlichem Ma\u00df\u00ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch \u00bbDas Holzhaus der Zukunft\u00ab umfasst drei Teile: I. \u00bbDie Reise zum Haus\u00ab: Gewisserma\u00dfen der Reisef\u00fchrer durch die Untiefen des Bauens: Den Verstrickungen im Statusdenken, der Flucht ins Nebens\u00e4chliche. Das Buch beleuchtet wichtige \u00bbweichen Faktoren\u00ab des Bauens, liefert so das Fundament f\u00fcr die Kl\u00e4rung entscheidender Grundsatzfragen \u2013 und das deutlich vor dem ersten Spatenstich. 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